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Bleib wo du bist, der Feind ist nah

Gießener Allgemeine Zeitung, 10. Juni 2015

Ingrid Noll liest in der Kapelle auf dem Alten Friedhof aus „Hab und Gier“
Ingrid Noll hat schon dutzende Menschen ermordet. Sie hat sie die Treppe herunter gestoßen, die Leiche eingemauert, ihnen Gift auf die Zahnprothese beträufelt oder sie in der Badewanne gekocht. Und dabei sind die bald 80-Jährige doch so harmlos aus. Aber Ingrid Noll hat ihre Taten ohnehin nur in der Fantasie begangen. In ihren Kriminalromanen schlüpft sie mit Vorliebe auf die Figuren von auf den ersten Blick unscheinbaren älteren Frauen aus der Mittelschicht, die morden. Sie seien „graue Mäuse, in denen es brodelt“, erzählt sie ihrem fasziniert lauschen im Publikum zur Lesung aus dem jüngsten Werk „Hab und Gier“. Auf Einladung des Vereins KulTour 2000 ist die Grand Dame des deutschen Krimi-Genres in die ausverkaufte Kapelle auf dem alten Friedhof gekommen - ein Ort, der ideal passt zum schwarzen Humor der sympathischen Vorleserin und dem morbiden Charme ihre Geschichten.